Am letzten Aprilwochenende wurde das Köngener Feuerwehrmagazin wieder in eine Berufsfeuerwehr verwandelt.

Um 8 Uhr hieß es Dienstantritt für 18 Jugendfeuerwehrler. Wie bei der echten Berufsfeuerwehr wurden zuerst die Schlafräume bezogen. Kaum eine Stunde nach Schichtbeginn wurde schon ein Teil der Mannschaft zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage an die Burgschule gerufen. Dieser Alarm stellte sich jedoch als Fehlalarm heraus, weshalb nach kurzer Erkundung wieder eingerückt werden konnte, um direkt zum Frühsport über zu gehen. Mittags wurden wir von unserem renommierten Feuerwehrkoch Groll bekocht, der sich schon 1992 den Fertigsoßen abwandte.

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Gestärkt von Spaghetti Bolognese gings mit einer Theorieeinheit weiter. Branddirektor A. Albrecht aus Karlsruhe erläuterte in einem packenden Vortrag das Feuerwehrsystem in Deutschland, welcher aber für einige Kameraden früher endete, da es den Rettungsdienst bei einer Rettung aus unwegsamen Gelände zu unterstützen galt. Ein weiteres Fahrzeug rückte dann parallel zu einer Tiernotrettung aus. Zu guter letzt sorgte dann parallel noch eine Ölspur für Arbeit.

Nachdem alle wieder zurück waren, konnte für kurze Zeit etwas Ruhe einkehren. Scheunenbrand hieß es dann um 16:23Uhr, die ganze Feuerwache war gefordert. Der Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht und die vermissten, zum Teil verletzten Personen, gerettet und versorgt werden. Die sollte nicht der letzte Einsatz sein. Nach einem weiteren Fehlalarm einer Brandmeldeanlage eilte der Hilfeleistungszug dann zu einem verschüttetem Bauarbeiter.
Dieser Einsatz war noch gar nicht abgeschlossen, als der Löschzug bereits zu einem Wohnhausbrand gerufen wurde. Schon auf der Anfahrt war dichter Rauch zu erkennen. In kürzester Zeit wurden die zu rettenden, teils hysterischen Personen aus dem Gebäude geholt. Da bei den Löscharbeiten im Keller durch den Angriffstrupp hochentzündliche Stoffe gefunden wurden, alarmierte die Einsatzleitung den noch im Einsatz befindlichen Hilfeleistungszug nach.

Um halb elf klingelte zum letzten Mal an diesem Tag der Alarmgong. Ein Betrunkener hatte bei seinem nächtlichen Gelage seinen Kumpel verloren, welcher im Ouzo-Rausch auf einer Lichtung einschlief. 
Im Feuerwehrhaus zurück kehrte dann Nachtruhe ein, die auch nicht durch einen Alarm gestört wurde.
Am nächsten Morgen starteten alle mit einem ausgiebigen Frühstück, bevor es an die Reinigung des Materials und der Wache ging.
Gegen Mittag ging dann die 24h-Schicht für alle zu Ende. Der ein oder andere war sicher auch froh, endlich wieder Ruhe zu haben nach diesem spannenden und actionreichen Wochenende.

24h Feuerwehr können einen dann schon auch schlauchen...