Seit nunmehr 40 Jahren kümmern sich die Jugendbetreuer der Jugendfeuerwehr Köngen um die Ausbildung des Nachwuchses für die Feuerwehr. Viele der Mitglieder aus dem Gründungsjahr 1973 sind heute noch in der Einsatzabteilung aktiv, genauso wie die  Mitglieder der Jahre danach. So begannen quasi die heutige Führung, die Zug- und Gruppenführer, der Ausschuss und nicht zuletzt die aktuellen Jugendbetreuer selbst ihre Feuerwehrlaufbahnen als Jungspund in der Jugendfeuerwehr. In den folgenden 4 Abschnitten möchten wir Ihnen die vergangenen 4 Jahrzehnte der Köngener Jugendfeuerwehr und die heutigen Aktivitäten etwas näher bringen.

 

Gegründet am 21.03.1973 von Heinz Eisele und Helmut Aldinger nach nur 2 Monaten Vorbereitung, verzeichnete die neu gegründete Jugendabteilung sehr rasch eine große Mitgliederzahl von 25 Jugendlichen. Damals lag das Eintrittsalter bei 14 Jahren. Durch mehrere großzügige Spenden von Köngener Firmen und Privatpersonen waren die Jugendlichen bereits nach kurzer Zeit voll ausgerüstet. Heinz Eisele leitete die Jugendfeuerwehr 8 lange Jahre, bevor er sein Amt an Dieter Eppinger abgab. In dieser Zeit wurden  neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung auch sehr viel sonstige Aktivitäten wie z.B. Ausflüge ins österreichische Schruns, gemeinsame Weihnachtsfeiern oder andere Projekte, die nichts mit der Feuerwehr zu tun hatten, ins Leben gerufen.

 

 

Heinz Eisele selbst stand noch lange nach seiner Zeit als Jugendwart der Kreisjugendfeuerwehr als Schiedsrichter bei Wettkämpfen zur Verfügung. Ein besonderes Highlight aus dieser Zeit ist mit Sicherheit die Teilnahme am Landesjugendfeuerwehrzeltlager in Hamburg, an dem die Jugendlichen einige tolle Tage in der Hansestadt verbrachten.


1988 übernahmen Dietmar Zimmermann und Hans-Jürgen Schneck die Leitung der Jugendfeuerwehr, ein neues Zeitalter brach heran. Zum einen wurden die Uniformen der Jugendlichen in dieser Dekade modernisiert, zum anderen zogen wie bei jedem neuen Jugendwart andere Aktivitäten in den Vordergrund. So wurde zum Beispiel mit dem Bau einer Seifenkiste begonnen. Ebenso wie Heinz Eisele diente Dietmar Zimmermann der Kreisjugendfeuerwehr lange Jahre als Schiedsrichter. Beim 20-jährigen Jubiläum 1993 wurde der Jugendfeuerwehr ein Wimpel überreicht, der sie bis heute stolz auf jedem Wettkampf oder sonstigen Veranstaltungen begleitet. Ein großer Schritt in Richtung mehr Mitglieder wurde ebenfalls 1993 gemacht, als das Eintrittsalter von 14 auf 10 Jahre reduziert wurde. Damals trat übrigens auch der heutige Jugendwart der Feuerwehr bei.

 

 

Im Jahr 1996 kam es erneut zu einem Wechsel der Führung in der Nachwuchsabteilung, die Leitung übernahmen nun die Brüder Martin und Thomas Münzenmaier. In deren Zeit wurde das Thema Seifenkiste weiter vorangetrieben, aber auch neue Traditionen eingeführt. So kam es unter anderem zu den bereits heute legendären Skiausfahrten, die einige Jahre hintereinander stattfanden. Getrieben wurde dies auch durch Carsten Lucau, der die Brüder Münzenmaier als Jugendwart unterstützte. Durch stetig wachsende Mitgliederzahlen wurde die Zahl der Betreuer im Laufe der Jahre ebenfalls erhöht. Die Übungsdienste wurden flexibler gestaltet, es gab freiwillige Dienste für Spaß und Spiel. Ebenso Ausflüge ins Schwimmbad oder zur Flughafenfeuerwehr wurden in den
Dienstplan mit aufgenommen.

 

 

Ab 2006 leiteten Benjamin Luik und Philipp Hilss die Jugendfeuerwehr. Neuheiten in Punkto Dienstgestaltung wurden hier eingeführt. So wurde das gesamte Portfolio der zu erlernenden Tätigkeiten bei Lösch- und Hilfeleistungen in standardisierten Übungsdienstvorlagen zusammengefasst. Eine ebenso einheitliche wie technisch ausführliche Ausbildung war das Ergebnis. Eine weitere Neuheit dieser Zeitrechnung ist der Berufsfeuerwehrtag, bei dem das Feuerwehrhaus an einem Wochenende für 24h besetzt und der Alltag auf einer Feuerwache nachgestellt wird. Selbstverständlich dürfen hier simulierte Übungseinsätze nicht fehlen. Weitere Beteiligungen an verschiedenen Köngener Veranstaltungen, sowie die Zusammenarbeit mit div. Vereinen und Firmen sammelten sich in diesen Jahren. So wurde der eben erwähnte Berufsfeuerwehrtag gemeinsam mit dem Jugendrotkreuz ausgerichtet und hieß von da an Jugendrettungstag. Teilnahmen am Feuerabend des BDS, an der Esso Car-Wash-Party oder dem Kinderferienprogramm wurden zur jährlichen Pflicht. Die Öffentlichkeitsarbeit wurde dabei stark gesteigert, so dass es zu stabilen Mitgliederzahlen und über die Jahre hinweg zu hohen Übernahmequoten in die Einsatzabteilung kam. 2011 legte Benjamin Luik sein Amt leider aus beruflichen Gründen nieder, der neue zweite Leiter an der Seite von Philipp Hilss ist nun Lukas Groll.

 

 

Über die 40 Jahre hinweg nahm die Köngener Jugend an unzähligen Wettkämpfen und Zeltlagern auf Landkreisebene teil. Die Abnahme der sogenannten Leistungsspange ist nach wie vor Voraussetzung für eine spätere Übernahme in die Einsatzabteilung. Neben diesem sowohl feuerwehrtechnischen, wie auch sportlichen Wettkampf zur Demonstration des Erlernten finden regelmäßig kleinere Abnahmen der Lernfortschritte statt, die mit der Jugendflamme prämiert werden. Diese Abzeichen stecken sich die Jugendlichen nach Erhalt stolz an ihre Uniformen. Diese wurden im Lauf der Jahre mehrfach erneuert und auf aktuellere Designs umgestellt. Heute kann die Köngener Jugend mit Stolz auf eine ebenso neuwertige wie topmoderne Ausrüstung zurückgreifen.


Die Jugendfeuerwehr richtete im Laufe der 40 Jahre ihres Bestehens den Kreisjugendfeuerwehrtag, die Abnahme der Leistungsspange, mehrere sonstige Wettkämpfe aus. Wir freuen uns immer, die Kameraden aus den anderen Städten und Gemeinden in Köngen willkommen zu heißen.


Unter der aktuellen Leitung feierte auch das Seifenkistenrennteam seine Wiederauferstehung. Neben der Reparatur der alten Kiste wurde die in den 90-Jahren begonnene neue Kiste fertig gestellt. Nach mehreren Umbauten und Optimierungen war diese 2011 mit einem 2. Platz auch äußerst erfolgreich. Wir hoffen diese tolle Tradition auch in den kommenden Jahren weiter fortsetzen zu können.


Wir hoffen Ihnen einen kleinen Einblick in die Geschichte der JFW gegeben zu haben und möchten uns an dieser Stelle recht herzlich für alle Arten der Unterstützung bedanken. Ohne Spenden, ehrenamtliche Mithilfe oder auch die Unterstützung der Gemeinde und der Einsatzabteilung wäre die Jugendarbeit nicht möglich.